Funkuhr

- für die exaktere Uhrzeit

Die Funkuhr empfängt ein per Funk durch einen Langwellen-Zeitzeichensender gesendetes Zeitsignal. Somit kann die Uhr die genaue Uhrzeit selbst erfassen und übernehmen. Gegenüber anderen, nicht Funk-Uhren, hat diese Uhr drei entscheidende Vorteile. Nämlich das immer einer sehr genaue Zeit dargestellt wird, kein manuelles Nachstellen notwendig ist und die Umstellung von der generellen Zeit auf Sommerzeit immer automatisch von statten geht.

Ausführungen

Funkuhren finden mittlerweile eine weite Verbreitung und man kann sie als Armbanduhren sowie als Wanduhren im Handel erstehen.

Solarzellen

Solarzellen betriebene Armbanduhren von führenden Herstellern sind mittlerweile auch keine Seltenheit mehr und diese bieten zusätzlich den Vorteil, dass hier die Batterie nicht mehr ausgewechselt werden muss.

Funkwecker

Der Funkwecker ist die Erweiterung der Funkuhr bei dem zusätzlich von einer integrierten Weckfunktion profitiert werden kann.

Synchronisation

Die Langwellensender in Mainflingen (DCF77 in Frankfurt am Main) und HGB (Schweiz) strahlen das in Mitteleuropa empfangene Signal aus. Aus Stromspargründen wird dieses Zeitzeichensignal nur ab und an zum Nachstellen abgefragt, wird aber dennoch kontinuierlich gesendet. Der übliche Empfang für Uhren mit größeren Zellen liegt üblicherweise bei jeder vollen Stunde. Bei Armbanduhren jedoch nur einmal täglich, dann üblicherweise zwischen 2 Uhr und 4 Uhr jeden Morgen. Die deutschen Bahnhofsuhren sind ein Beispiel für Uhren, welche minutengenau mit dem Funkzeitzeichen übereinstimmen.

Foto

Diese Bild zeigt eine Funkarmbanduhr der Herstellers Casio: Funkuhr

Patent

1967 meldete Wolfgang Hilberg ein Patent für die digitale Zeitübertragung für Funkuhren an. 1972 wurden die ersten Prototypen und auch die wesentlichen Bestandteile dieser Uhr von ihm entwickelt. 1973 dann begann die Bundesanstalt für Physik und Technik in Braunschweig damit, über einen bestimmten Sender (DCF77) Cäsiumuhren-Zeitsignale abzustrahlen. Diese schlossen sowohl Kalenderangaben als auch Informationen ein, die sich auf die Sommerzeit beziehen. Die mit dem entsprechenden Empfangssignal ausgestatteten Uhren konnten sich dann hochpräzise sowie selbsttätig auf dieses Signal einstellen. Nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch im vereinigten Königreich, Amerika und in Japan befinden sich ähnlich arbeitende Zeitsignalsender. Jedoch verwenden diese eine abweichende Kodierung und Frequenz. Eine in Europa entwickelte Uhr wird deshalb in diesen Regionen nicht funktionieren. Jedoch gibt es einige Uhren von führenden Herstellern, die auch diese Signale empfangen können.

Funkuhr am PC

Über eine Uhr mit Funksignal kann auch eine PC-Uhr synchronisiert werden. Entweder baut man sie in das Gerät ein, oder schließt sie extern an. Zum Beispiel gibt es eine kleine Funkuhren mit Batterieberieb integriert im Druckerkabel die manuell oder digital regelmäßig die PC-Uhr konfiguriert.